Als „Rapport“ bezeichnet man eine vertrauensvolle, von wechselseitiger empathischer Aufmerksamkeit getragene Beziehung zwischen Proband und Hypnotiseur – vereinfacht gesagt: einen guten Kontakt zwischen beiden. Der Rapport stellt sicher, dass der Proband den Anweisungen folgt. Vertrauen und der Glaube an die Sache spielen dabei eine sehr große Rolle. Ist dieses Vertrauen gestört, kann die Hypnose schwierig bis unmöglich werden.

In erster Linie ist der Hypnotiseur dafür verantwortlich, dass der Rapport so gut wie möglich aufgebaut wird. Dabei zählt auch das eigene Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten: Wer als Hypnotiseur überzeugt von dem ist, was er tut, und behutsam mit seinem Gegenüber umgeht, wird das unbewusst vom Probanden wahrgenommen – der Rapport entsteht.

Natürlich statt gekünstelt

Es bringt wenig, sich zu verstellen oder krampfhaft ein anderes Auftreten aufzusetzen, als man eigentlich hat. Während der Hypnose selbst sollten die eigenen Suggestionen dennoch klar und deutlich zu verstehen sein. Wichtig ist vor allem, möglichst natürlich und echt zu wirken.

Auch Klischees können dabei helfen, Vertrauen aufzubauen: Wer bereits eine Hypnose mit Pendel gesehen hat, verbindet damit unbewusst Kompetenz. Ob das Pendel später tatsächlich zum Einsatz kommt oder nicht, spielt dabei keine große Rolle – solange daraus nichts Okkultes gemacht wird. Ein guter Rapport wird zudem durch Suggestivitätstests unterstützt: Sie zeigen dem Probanden, dass der Hypnotiseur weiß, wovon er spricht, und bauen zusätzliches Vertrauen auf.

Geht der Rapport während einer Hypnosesitzung verloren, sollte die gesamte Konzentration darauf gerichtet werden, ihn wiederherzustellen – sonst ist der Rest der Sitzung zum Scheitern verurteilt. Es gibt bei einer Hypnose kaum etwas Wichtigeres als einen stabilen Rapport.