Ich werde häufig gefragt, ob es möglich ist, mittels Hypnose auch den eigenen Kindern oder Bekannten zu helfen – und ob Hypnose mit Kindern überhaupt funktioniert. Diese Fragen kommen besonders von Menschen, die sich für meine Hypnoseseminare interessieren, denn der Gedanke liegt nahe: Wäre ein Teilnehmer nach dem Kurs in der Lage, seiner eigenen Familie zu helfen, wäre das natürlich eine tolle Sache.
Welche Themen wären mittels Hypnose überhaupt beeinflussbar?
Bevor man sich fragt, ob man Kindern und Bekannten mit Hypnose helfen kann, lohnt sich ein Blick darauf, welche Themen überhaupt in Frage kommen. Bei Kindern sind das häufig schulische Themen wie Prüfungsangst, Lampenfieber oder Mobbing, aber auch Übergewicht, Antriebslosigkeit oder Einsamkeits- und Verlustgefühle. Bei Bekannten und Verwandten kommen zusätzlich Themen wie Rauchen, Übergewicht oder verschiedene Ängste dazu – etwa Flugangst oder die Angst vor Spinnen, Schlangen und Mäusen.
Was ist nach einer Hypnoseausbildung realistisch möglich?
Nach einem Hypnoseseminar ist jeder Teilnehmer bereits in der Lage, einfachere Themen bei Kindern oder Bekannten anzugehen. Das Schöne dabei: Bei vielen der genannten Themen wirkt Hypnose erstaunlich schnell, bei anderen braucht es etwas mehr Zeit und Wiederholung. Besonders Kinder gehen dem Thema Hypnose meist unvoreingenommen entgegen und lassen sich in der Regel sehr leicht hypnotisieren – gegebene Suggestionen (sofern sie eine Verbesserung bedeuten) werden meist sofort umgesetzt und können den Alltag spürbar erleichtern.
Die Antwort auf die Ausgangsfrage lautet also: Ja, Hypnose mit Kindern ist möglich! Direkt nach dem Seminar kann man beginnen, unterstützend bei Themen wie Rauchentwöhnung, Gewichtsreduktion, Lampenfieber, Prüfungsangst oder Tierängsten zu helfen. Ziel ist dabei immer, dass sich die betroffene Person in bestimmten Situationen besser und wohler fühlt – nicht mehr und nicht weniger.
Wo liegen die Grenzen?
Wichtig zu wissen: Sobald sich während einer Hypnose andeutet, dass hinter einem Thema ein tieferliegendes psychisches Problem steckt, sollte man das Thema nicht weiterverfolgen, sondern der betroffenen Person empfehlen, sich an eine Fachperson zu wenden. Dort ist man mit entsprechender Ausbildung deutlich besser aufgehoben. Als Hypnotiseur im privaten Umfeld sollte man sich immer der eigenen Grenzen bewusst sein und im Zweifel lieber zurückhaltend agieren.