Suggestionen sind eine Art Befehl für das Unterbewusstsein, welches diesen Befehl ausführen soll. Da unser Unterbewusstsein Suggestionen wörtlich verarbeitet, muss man darauf achten, sie möglichst unmissverständlich zu formulieren.

Durch Suggestionen können bei der hypnotisierten Person die unterschiedlichsten Dinge hervorgerufen werden – insbesondere auch Veränderungen, die über die Hypnose hinaus wirken. Bei einer Showhypnose kann man beispielsweise erreichen, dass ein Arm hart und unbeweglich wird – nur durch das gesprochene Wort. Ebenso lassen sich Gefühle, Gerüche oder Halluzinationen hervorrufen. Da unser Unterbewusstsein viel mit Bildern arbeitet, ist es hilfreich, direkt mit Bildern zu arbeiten:

„Dein Arm wird nun hart wie ein Stück Stahl. Bei jeder Berührung meines Fingers wird der Arm noch härter und noch fester. Je mehr du versuchst, den Arm zu bewegen, umso härter und unbeweglicher wird er.“

Warum man Suggestionen immer zurücknehmen sollte

Jede Suggestion, die während einer Hypnose gegeben und später nicht zurückgenommen wurde, kann auf unbestimmte Zeit wirken. Wenn eine hypnotisierte Person zum Beispiel ihren eigenen Namen vergessen hat und man ihr den Namen nicht wieder zurückgibt, kann das eventuell extreme negative Folgen haben – selbst wenn sie direkt nach der Hypnose ihren Namen wieder weiß.

Es reicht bereits, wenn man dem Probanden sagt: „Du weißt jetzt deinen Namen wieder!“ Damit ist die Suggestion zurückgenommen. Man sollte auch Suggestionen zurücknehmen, die augenscheinlich während der Hypnose nicht funktioniert haben – solche nicht funktionierenden Suggestionen nennen wir „latente Programme“. Sie können auf unbestimmte Zeit schlummern und plötzlich ihre volle Wirkung zeigen.

Aus diesem Grund sollte man immer auf Nummer sicher gehen und alle Suggestionen zurücknehmen, sofern sie keinen dauerhaften Bestand haben sollen.