Es lässt sich leider nicht genau feststellen, seit wann die Menschheit mit Hypnose arbeitet. Sicher ist jedoch, dass das Wissen um schlafähnliche Zustände und die Wirkung der Sprache in diesem Zustand schon sehr alt ist. Wir gehen heute davon aus, dass die Geschichte der Hypnose vor mindestens 4000 Jahren begann und bereits in frühen Kulturen selbstverständlicher Teil von Heilverfahren war – belegt durch Schriften aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Die erste schriftliche Darstellung einer Hypnoseinduktion stammt aus dem alten Ägypten, etwa aus der Zeit um 500 v. Chr.

Franz Anton Mesmer und der „Magnetismus“

Hypnose taucht zeitgeschichtlich immer wieder auf. Spätestens im 18. Jahrhundert sind gut dokumentierte Aufzeichnungen über diverse Versuche und Untersuchungen zum Thema vorhanden. Der österreichische Arzt Franz Anton Mesmer (1734–1815), der an der magnetischen Wirkung auf den menschlichen Körper und die Psyche forschte, stellte fest, dass Menschen in Trance verfallen, wenn er mit Magneten über den Körper strich. Mit ihm begann die Wiederentdeckung der Hypnose, die durch entsprechende Aufzeichnungen sehr gut belegbar ist.

James Braid prägt den Begriff „Hypnose“

Der Begriff „Hypnose“ wurde in der Geschichte der Hypnose durch den Chirurgen und Augenarzt James Braid (1795–1860) sehr stark geprägt, jedoch vermutlich nicht erfunden. Braid stellte fest, dass Probanden, die einen Gegenstand länger konzentriert fokussieren, plötzlich sehr müde und schläfrig wurden – heute bekannt als „Fixationsmethode“. Durch diese und diverse weitere Untersuchungen prägte der Schotte den Begriff Hypnose mitunter sehr stark.

Zwischen Hypnoseshows und Geheimdiensten

In der Zeit vom 17. Jahrhundert bis heute haben viele Ärzte und Gelehrte Untersuchungen durchgeführt und die Möglichkeiten und Stärken der Hypnose herausgearbeitet. Mitunter fanden schon damals Hypnoseshows statt, welche das Phänomen ausreizten – und sich nicht immer positiv auf das Image der Hypnose auswirkten. Durch diverse Experimente zur Bewusstseins- und Gedankenkontrolle durch Geheimdienste im Zweiten Weltkrieg litt das Image der Hypnose zusätzlich.

Ein Comeback mit Substanz

Heute ist das negative Image der Hypnose zwar noch nicht vollständig wiederhergestellt, jedoch lässt sich feststellen, dass die Beliebtheit stetig steigt. Mittlerweile verbinden wir mit dem Begriff Hypnose wieder verstärkt den eigentlichen Vorteil: einen veränderten Bewusstseinszustand, wie er bereits seit Jahrtausenden bei bekannten Meditationstechniken wie beispielsweise Yoga Anwendung findet. Der Vorteil eines solchen veränderten Bewusstseinszustandes liegt auf der Hand – die Möglichkeit, Veränderung herbeizuführen. Dieses Wissen ist lange Zeit nahezu in Vergessenheit geraten und wird erst langsam wieder gesellschaftsfähig.